Axel Rogat
Objektorientiertes Programmieren mit C++ und JAVA
 
3.7: Speicherklassen Kapitel 3 4: Ausdrücke  
 
  3.8 Namespaces  
 

Bei objektorientiertem Programmieren wird oft eine Vielzahl der unterschiedlichsten Bibliotheken verwendet -- fremde Routinen, fremde Klassen aus diversen Quellen. Dabei kann es leicht zu Namensüberschneidungen kommen.

Bei reinen Klassenbibliotheken bestehen Probleme hauptsächlich dann, wenn zwei gleichnamige Klassen in einem Programm verwendet werden sollen. Bei Funktionssammlungen sind die Namen der einzelnen Routinen nicht durch den Klassennamen abgekapselt. Oft bindet man dann etwa mehrere Funktionen initialize o.ä. ein. Wenn man den Quelltext der fremden Bibliotheken nicht vorliegen hat, kann man die entsprechenden Routinen auch nicht umbenennen.

Man sollte es vermeiden, zu viele Bezeichner im globalen Namensraum abzulegen. Mit dem Schlüsselwort namespace kann man jederzeit einen benannten eigener Namensraum anlegen, in dem man die Bezeichner unterbringen kann.

Ein eigener Namespace bietet sich immer an bei einer Sammlung von (globalen) logisch zusammengehörigen Funktionen und Daten, die nicht eine Klasse bilden.

 
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© 1998 Axel Rogat